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Literarisches

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Leutnant Hildebrand


»Ik gihorta dat seggen...« - Das altdeutsche Hildebrandslied erzählt vom Kampf zwischen Hildebrand und Hadubrand. Vor über zwölf Jahrhunderten treffen sie an den Spitzen feindlicher Heere aufeinander: ein Vater-Sohn-Duell mit tödlichem Ausgang.

Weißrußland, im Herbst 1943: Karl Friedrich Hildebrand, Leutnant der Wehrmacht, ist in einem kleinen Ort östlich von Minsk stationiert. Der Krieg gegen sowjetische Partisanen bestimmt seinen Alltag. Eines Tages muß seine Kompanie zu einer großangelegten Operation gegen die »Banditen« ausrücken. Da kommt es inmitten der russischen Wälder zu einer »Tragödie von antikem Ausmaß«, wie sein Kamerad Friedrich Karl von Wedell herausfindet.

Billenburg, 10. November 1998: In der kleinen holsteinischen Stadt tagt der Heimatverein »Stormaria«. Ein Vortrag über das frühe Mittelalter steht auf der Tagesordnung. Doch schon bald lautet das Thema dieses Abends »Leutnant Hildebrand«: Wer war er wirklich? Welche Geheimnisse verbirgt seine Biographie? Und: Hat er etwas mit Verbrechen in der Wehrmacht zu tun?
Studiendirektor Dr. Ernst Cornelius, der vor kurzem in Belorus, Weißrußland, gewesen ist, hat wichtige Indizien zusammengetragen. Es wird eine lange Nacht, denn der Heimatverein sieht sich unerwartet mit einem deutschen Familiendrama und der Zeitgeschichte unseres 20. Jahrhunderts konfrontiert.


Aus der Erzählung:

»Manchmal denke ich, unser größtes Übel ist eben, daß wir mit dieser Blindheit vor der Zukunft stehen. Die Zukunft, dieser große, beängstigend dunkle Raum, in den wir Sekunde für Sekunde hineinstolpern. Und die Gegenwart, auf die alles ankommt, ist nun einmal kein Zeitraum, sondern nur ein Zeitpunkt, ein Augenblick von drei Sekunden, wie ich neulich gelesen habe, und letztlich ist es nur die Vergangenheit, in die wir einigermaßen zuverlässig hineinleuchten können. Sie ist der einzige Zeitraum, mit dem wir uns überhaupt anfreunden können. Aber diese Vergangenheit habe ich damals auf einer Bühne erlebt, allerdings ohne das Stück zu kennen, das gespielt wurde. Und der Film, den ich heute von diesem Stück im Kopf habe, ist immer nur eine schlechte Kopie, merkwürdig zerstückelt, verschleiert und von fragwürdiger Qualität.«
 
108 Seiten, Broschur, ISBN 3-934097-11-1

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